This is an archive copy of wikilivres.ca as of 18 February 2017 (from the WikiTeam dump). The original site is closed.

Page:Banditen des Olymp.djvu/48

Free texts and images.
Jump to navigation Jump to search
This page has been proofread

[48] „Jawohl, Herr Harst.“ Aristide schien sich sehr unbehaglich zu fühlen.

„Wer ist die Dame? Wohin sollten Sie sie bringen?“

Aristide zauderte, und Harald fügte hinzu: „Waren Sie schon mal im Gefängnis?!“

„Bei Gott – nein!“ rief der Mann entsetzt. „Ich bin nur in den vornehmsten Häusern Diener gewesen, und überall gab es da kleine Heimlichkeiten …“

„Dies hier sind große Heimlichkeiten,“ erklärte Harald schroff. „Antworten Sie also!“

„Die Dame galt in der Villa für die Tante des Herrn Marchese, ich zweifele jedoch daran, sie durfte nie allein und nie am Tage und nie ohne Schleier ausgehen. Ich sollte sie zu dem Schuhmacher Muffelberg hier ganz in der Nähe bringen.“

„Gut.“ Harst öffnete die Autotür. „Bitte, wollen Sie aussteigen, Signora. – Schraut, geh’ voran … Auch Sie kommen mit, Aristide, Sie werden telephonieren.“

In seinem Arbeitszimmer nötigte er die Frau in einen Sessel. „Wir müssen die Sache erst einrenken, Signora,“ meinte er. „Aristide wird die Villa anrufen und melden, daß alles in Ordnung ist. – Wer befand sich in der Villa, wer holte die Taube aus dem Schlag?“

„Taube?!“ Der Diener schüttelte den Kopf. „Ich weiß nichts von einer Taube, Herr Harst. In der Villa waren anwesend der Hausmeister Staubacher …“

„… also Muffelberg, was dasselbe ist.“

Aristide bekam große Augen. „Dasselbe?! Staubacher und der Schuhmacher sollen …“

„Weiter bitte. Wer noch?“

„Die Signora Mafalda, dann die Köchin, die Zofe und ich. Die Köchin und die Zofe schliefen, der Chauffeur Tino war beurlaubt. Staubacher hatte mir spät abends erklärt, ich würde wahrscheinlich noch das Auto lenken müssen, der Herr Marchese wolle vielleicht verreisen.