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Page:Banditen des Olymp.djvu/55

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[55] „Finden Sie nicht, daß ich mit Aristide sehr lange oben im Laboratorium blieb, Frau Remmele?“ fragte er in seiner sprunghaften Art und lächelte dazu ganz wenig. „Was werden soll, darüber muß der entscheiden, der uns gefolgt ist und im Gewächshaus alles mit angehört haben dürfte. Sie wissen nichts von der kleinen elektrischen Anlage, die jedes hier gesprochene Wort im Gewächshaus abzuhören gestattet. Ich schaute durch das hintere Flurfenster hinaus und sah Licht im Gewächshaus. Nur einer kennt außer Isolde und uns die Mikronphonanlage …“

„Toblas?!“ rief die Frau erschrocken.

„Ja – er! Und wenn er Ihnen verzeiht und einverstanden ist, daß Ihr Wiederauftauchen ohne Bloßstellung des Namens Pragazza erfolgen soll, wird er, hoffe ich, sehr bald hier erscheinen.“ Er sprach laut und eindringlich. „Käme er nicht, – kämen Sie nicht, Freund Tobias, der Sie wahrscheinlich noch immer horchen, wurde unsere Freundschaft ein Ende haben! Wir alle haben unsere Fehler und Mängel und dunklen Flecken auf dem Bilde unserer Gesamtpersönlichkeit, wir müssen verzeihen und begreifen, zumal wenn das Leben noch ein schimmerndes Glück für die reifen Jahre verheißt! Kommen Sie, Tobias, – Schraut wird Ihnen die Hoftür öffnen!“

Er kam, er war kreidebleich, er wollte mir etwas sagen, aber die Zunge schien ihm gelähmt zu sein. Ich versperrte die Tür wieder und gab ihm den Schlüssel. „Harst und ich werden wohl den Marchese vor dem Klubhaus erwarten, lieber Remmele. – Mann, nehmen Sie sich zusammen, es ist nun doch alles eingerenkt, und Ihre Frau, – – zu beneiden sind Sie!“

Harst stand im Vorderflur, schob Tobias ins Zimmer, drückte die Tür zu. Wir vernahmen nur noch ein helles aufschluchzen und einen freudigen, heiseren Ruf …

„Das haben wir nicht schlecht gemacht, mein Alter.“