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Page:Banditen des Olymp.djvu/56

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[56] und Harald schlüpfte in Aristides Chauffeurmantel. „Nun müssen wir noch Herrn Arbulos Ahlenzos, Banditenführer, und den leichtfertigen Emanuel in Behandlung nehmen. – Weißt du,“ fügte er hinzu, als das Auto des Marchese schon der Stadt zurollte, „diese Venetianer können die Zeiten nicht vergessen, als die Leute dort in der Kanalstadt noch mit schwarzen Masken abends umherliefen und eine zum Teil recht blutige oder recht heißblütige Romantik ganz Venedig zur unheimlichen Märchenstadt machte Nur so ist’s zu verstehen, daß der junge Marchese den Hausmeister Staubacher Krüppel und Schuhmacher ohne kaputte Schuhe spielen ließ und den Doppelgänger ins Leben rief. Venedig war voll von Intrigen, und diese faulige Luft setzt sich noch heute im Blute fest und macht die Sprossen der alten Dogengeschlechter zu überphantastischen Ränkeschmieden. – Frage nichts. Der eine Teil der Geschichte der verschleppten Diva, nur ein Wurmfortsatz der Hauptaffäre, ist erledigt. Remmele wird auch gegen Günther Garlant als Schwiegersohn nichts mehr einzuwenden haben. Ich weiß es längst, daß Garlant studieren wollte, daß seine Eltern starben, daß er irgendwo unterschlüpfen mußte, um nicht zu verhungern und um seinen erwerbstätigen Schwestern nicht zur Last zu fallen. Mit ein paar tausend Mark bringen wir ihn schon in eine andere Position, bei der Polizei will er bleiben, ich werde mich für ihn verwenden, die Herren da oben im Roten Alex haben zumeist das Herz auf dem rechten Fleck … Wir werden sehen …“

„Und die Depeschen ..?!“

Er lachte vergnügt. „Die Welt wird sich amüsieren, wenn wir der Presse die Wahrheit unterbreiten. Der Marchese wird dabei ein wenig blamiert werden – schadet nichts, er ist sehr reich, und er wird’s verschmerzen …“

Wir bogen in die Hardenbergstraße ein. Vor dem