[59] Ich wünsche, daß Sie sich setzen und mir Ihre Kofferschlüssel geben.“
„Das ist … Erpressung – – Bedrohung! Ich werde gegen Sie beide …“
Harst lächelte nachsichtig. „Wir werden in Frieden die Dinge regeln. Oder tragen Sie danach Verlangen, daß Schraut Sie wegen Körperverletzung anzeigt?! Aber das wird er nicht tun, schon Ihrer Tante Mafalda wegen auf keinen Fall, es wäre doch zu unangenehm, wenn Ihr Herr Vater noch nach seinem Tode …“
Pragazza wurde flammend rot. „Hier sind die Schlüssel, Herr Harst …“
„Danke … Ich öffne den Koffer … Bedienen Sie sich nur, dort sind Zigaretten … Schraut, öffne eine Flasche Haute Sauterne … Ich öffne lieber diesen Tresor …“ Er klopfte auf den Koffer, das Schloß knackte, und während ich Verbindung mit Tempelhof bekam, packte Harst zehn Bündel Dollarscheine auf den Tisch. „Wieviel haben Sie hiervon bei sich, Herr Marchese?“ Er zog eine Banknote aus einem der Bündel … „Hm – die ist falsch, Herr Marchese ..!“
Pragazza schnellte empor. Seine verzerrte Miene drückte mehr Schreck als Angst aus. „Das – ist unmöglich,“ stammelte er.
„Oh – ich habe Sie diesen ganzen Tag überwachen lassen. Ich besitze gute Freunde im Roten Alex, und man kommt meinen Wünschen sehr gern entgegen … Zuerst haben Sie bei zwei Großbanken Gelder flüssig gemacht, dann wandten Sie sich leider an einen zweifele haften Ehrenmann … Denn der Bankier Bilzschitzki steht auf der schwarzen Liste der Polizei, Herr Marchese. Er hat Sie begaunert. – Schraut macht ein Gesicht, als ob ich hier einen Fälscher entlarvt hätte. Das stimmt leider.“
Pragazza traten dicke Schweißperlen auf die Stirn.