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Page:Der Spiritistenklub.djvu/12

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[12] Er gab mir die Hand, wünschte mir gute Nacht, und notgedrungen mußte ich also in meine Zimmer jenseits des Flurs hinübergehen.

Vor dem Einschlafen überlegte ich mir das, was der „falsche Pastor“ erzählt hatte, nochmals ganz gründlich. Jedenfalls unterlag es keinem Zweifel, daß dieser „Stellvertreter“ von dem Inhalt des Briefes Heykings die genaueste Kenntnis gehabt haben mußte, denn er hatte seine Angaben durchaus Heykings vielfachen Andeutungen angepaßt.

Ich schlief ein … Und als ich morgens acht Uhr Haralds Arbeitszimmer betrat, glaubte ich allen Ernstes, daß hier Feuer ausgebrochen sein müsse. Das Zimmer war mit Rauch vollkommen angefüllt, allerdings mit … Zigarettenrauch …

Und im Klubsessel vor dem Kaminofen saß Harald …

Nickte mir zu …

„Ha – du bist gar nicht schlafen gegangen?!“ rief ich empört …

„Sollte ich uns beide etwa der Gefahr aussetzen, daß der Mann dort oben die Nachtstunden dazu benutzte uns beide … abzukehlen?!“

Er erhob sich, reckte sich …

Fügte hinzu: „Die Nachtwache ist mir nicht langweilig geworden, mein Alter. Ich habe die Zeitungen der letzten zwei Wochen durchgesehen und alles nachgeprüft, was ich dort an Angaben über das Verschwinden der Gastwirtstochter Anna Bother fand. Denk’ dir: Dieses fünfundzwanzigjährige Mädchen, diese ländliche Unschuld, hat hier in Berlin in Spiritistenkreisen einen berühmten Namen als vorzügliches Medium … Auch dies stand in den Blättern …“

Und ich: „Medium hin, Medium her! Du mußt jetzt jedenfalls ins Bett, Harald! Ich werde dich bei dem Kerl dort oben entschuldigen … Der verläßt ja ohnedies um zehn unser Haus …“