[46] uns bis gegen zwei Uhr vom Schlosse fern. Bei unserer Rückkehr begegneten wir im Parke dem Ehepaar Makröli …
Nun, sowohl der Baron als auch seine liebreizende Gattin entpuppten sich als außerordentlich zugängliche, heitere Menschen von tadellosen Umgangsformen. Wir wurden sehr schnell miteinander vertraut, und der hagere Baron bat uns höflich, daß wir doch die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen sollten. Er bat Harald auch, ihm einen Rat zu erteilen, ob es lohnend sei, das baufällige Schloß zu erwerben, dessen Renovierung ihm doch wohl zu kostspielig werden würde. Harst erklärte, er verstünde von baulichen Dingen nichts. Der Baron müsse schon allein zu einem Entschluß gelangen.
Gegen drei Uhr aßen wir gemeinsam Mittag. Der Diener des Barons, ein älterer, stiller Mann, wartete bei Tisch auf.
Makröli war nicht Ungar, sondern Tscheche. Wie er uns im Laufe der sehr lebhaften Unterhaltung mitteilte, hatte er mit seiner Gattin ein volles Jahr auf Reisen zugebracht und verfügte zurzeit nur über eine kleine Stadtwohnung in Prag. Seine Frau war in der Tat ein ganz reizender lustiger Kobold, neckte sich beständig mit mir herum und meinte, sie müsse mir unbedingt das Schulmeisterhafte austreiben, das mir leider zu stark ausgeprägt sei.
In heiterster Stimmung erhoben wir uns von der Tafel und nahmen im Nebenzimmer den Kaffee ein. – Diese Räume lagen im Erdgeschoß des westlichen Flügels, und von den Fenstern aus konnte man in der Ferne über eine Parklichtung hinweg einen Teil des Grottenhügels erkennen.
Die Baronin Stasia (eine Abkürzung für Anastasia) interessierte sich natürlich glühend für die nächtlichen Vorgänge, die mit dem Spiritistenklub etwas zu tun gehabt hatten. Sie ließ sich alles ganz genau erzählen, und Harald