[5] mich selbst mit einem bösen Schnupfen herumschleppte. Ein Klient, der uns also jetzt zu unserer sonst so sehr geliebten Arbeit gezwungen hätte, würde zum mindesten Harald der Gefahr eines Rückfalls ausgesetzt haben.
Dies schoß mir so nochmals durch den Kopf, als ich durch die Spalte der Haustür hinauslugte …
Hinauslugte und – – zu meinem Erstaunen nun bemerkte, daß mit dem Insassen des Autos irgend etwas nicht in Ordnung sein konnte …
Der Schofför hatte nämlich die Wagentür geöffnet und warf sie jetzt wieder zu, wandte sich um und schien mich durch lebhaftes Winken auf irgend etwas aufmerksam machen zu wollen.
Ich nahm rasch eine der hier im Flur hängenden Lodenpelerinen[Anm. 1] um die Schultern und eilte ins Freie …
Der Sturm packte mich …
Schneeflocken zerrannen auf meinen Brillengläsern …
Ich war wie blind …
Vor mir dann eine rauhe Stimme und der widerliche Duft von schlechtem Schnaps …
„So’n Lump!“ brüllte der Schofför wütend. „Heimlich ausgestiegen is der Kerl unterwegs, und ick bin nu um det Fahrjeld jeprellt …!“
Dann beherrschte er sich etwas und erklärte höflicher:
„Am Görlitzer Bahnhof is der Herr mit ne Handtasche jleich nach Ankunft des Personenzuges injestiegen und wollte hier nach Blücherstraße zehn zu Herrn Harst … Und nu – – is der Wagen leer …“
Ich hatte derweil meine Brille mit der Hand gesäubert und meinte zu dem Erregten:
„Sie sollen Ihr Geld nicht verlieren … Mein Freund Harst erwartete tatsächlich einen Herrn, und …“
„Ah, dann sind Sie wohl Herr Max Schraut,“ unterbrach er mich, indem er mir keck ins Gesicht starrte … „Nu, von wejen dem Jelde, Herr Schraut, – das wär’ ja