[54] Und kaum war dieser zweite dumpfe Schlag verhallt, als ich emporfuhr …
Ein heller Lichtschein war ins Zimmer gedrungen, – von einer Laterne – von der Geheimtür her …
Dort in der schmalen Tür stand der alte Pachnitzki in einem dicken Schlafrock, mit einer dunklen Zipfelmütze auf dem Kopf … Sah, daß wir munter waren …
„Gott sei Dank!“ flüsterte er … „Gott sei Dank, meine Herren, Sie sind wach …“
Und mit unsicheren Schritten trat er näher … Drückte die Geheimtür zu, sank in die Sofaecke …
Harald war schon neben ihm …
„Was gibt’s?!“ fragte er leise …
Der Alte schaute ihn mit halb verglasten Augen an …
„Der … der Baron … hat … hat … eine Leiche … in dem großen Koffer …,“ stammelte er …
Harst setzte sich neben ihn. „Beruhigen Sie sich jetzt zunächst mal, lieber Pachnitzki … Sie haben hier bei uns nichts mehr zu fürchten. – Eine Leiche im Koffer?“
„Ja … ja, Herr Harst … Und damit Sie verstehen, wie ich hiervon Kenntnis erlangt habe, muß ich auch noch etwas von den Geheimnissen des Schlosses preisgeben …“ Er hatte sich wieder leidlich gefaßt. Seine Augen waren nicht mehr so stier … Und nach kurzer Pause fuhr er recht lebhaft fort: „Am besten ist’s ja, die Herren begleiten mich, denn Sehen geht allemal vor Sagen, und ich bin kein gewandter Schilderer. Wenn wir uns beeilen, kommen wir vielleicht noch zur rechten Zeit.“
Ich war im Moment fertig angezogen. Pachnitzki führte uns durch den geheimen Gang bis zu der schmalen, verborgenen Treppe. Hier öffnete er eine uns bis dahin unbekannte zweite Geheimtür, und nach wenigen Minuten waren wir dann hinter der Rückwand des Schlafgemaches des angeblichen Ehepaares Makröli angelangt, wo ein kleines