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Page:Die große Null.djvu/12

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[12] Ich zog unwillkürlich meine Taschenuhr. Und die zeigte erst ein Viertel elf.

„Ihre Uhr da geht falsch,“ meinte ich und blickte wieder den Buckligen an.

Und – – erschrak …

Rehbein stand jetzt aufrecht – leichenblaß –, stierte nach links, wo die Uhr hing.

Sein Aussehen verriet ein Entsetzen, das ich nicht begriff, für das ja keinerlei Veranlassung gegeben war.

Die Dohle wiederholte täuschend ähnlich den zweimaligen Kuckucksruf …

„Still!“ keuchte der Schuster. „Still, Peter! Du ahnst nicht, daß …“

Er brach ab, sank auf den Schemel zurück, streichelte geistesabwesend den Vogel und schielte wieder scheu nach der Schwarzwälder Uhr hin.

Und – jetzt erst – jetzt erst sah ich, daß die weißen Zeiger dieser Uhr ebenfalls ein Viertel elf anzeigten.

Eine fast unheimliche Stille entstand.

Nur die Uhr tickte laut …

Dann räusperte Rehbein sich.

„Hm – die Herren werden schon entschuldigen … Ich muß schlafen gehen …,“ sagte er leise.

„Und wie kommt Ihr Freund ins Haus?“ fragte Harald scheinbar gleichmütig.

„Ich … ich lege ihm den Schlüssel unter die Türschwelle draußen.“

„Sie wollen uns … los sein!“ erklärte Harst da schärferen Tones. „Sie wollen … nach oben zu Wogitsch!“

Der Bucklige kroch vor Verlegenheit förmlich in sich zusammen.

„Wogitsch ist doch gar nicht oben,“ murmelte er und streichelte wieder nervös die Dohle.

„Ich glaube doch, Herr Rehbein!“

„Aber – aber, wie … wie kommen Sie denn darauf, Herr Harst?!“