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Page:Die große Null.djvu/42

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[42] Die Einjänge dieser Keller sind polizeilicherseits schon 1835 vermauert worden, und die Tatsache ihres Vorhandenseins is nur noch wenigen bekannt. – Ja, so steht det nu in den Schmöker, Herr Kommissar.“

Dann änderte Harald plötzlich die Stimme:

„Diese Keller wollten Schraut und ich suchen, Herr Rottmüller.“

„Harst – – Sie?!“ rief der Kommissar völlig sprachlos. „Mann, ich denke, Sie liegen im Bett und Schraut pflegt Sie!“

Er lachte und streckte uns die Hand hin.

„Ist denn das Tatsache mit den Kellern?“ fragte er darauf gespannt.

„Baurat Günter behauptet’s, und man wird ihm Glauben schenken müssen. Außerdem dürfte dieses Haus aber noch andere Geheimnisse haben. Jedenfalls ist Rehbein niemals über die Dächer entwischt. Es muß hier oben, und zwar in der Küche, einen Weg ins Freie oder in die Keller hinab geben. Als Rehbein mich so überraschend hier niederschlug, spielte ich nur den Bewußtlosen. Ich wollte sehen, wo er blieb. Er verschwand nach der Küche hin. Ich hatte mir längst gedacht, daß dieses Haus ein Fuchsbau mit Notröhren sei. Nun – suchen wir die Notröhre!“ –

Und – Harst fand sie.

Neben der Küche gab es eine winzige Speisenkammer, in der nur ein einziges Regal stand. Zwischen diesem und der Tür lag noch ein Dielenviereck von einhalb Meter Breite und einundeinviertel Meter Länge.

Dies – war nichts als eine Falltür mit einem tadellosen Mechanismus. Klappte man das Dielenstück hoch, so sah man in einen schwarzen, verräucherten Schacht hinein, einen Kamin, in dem schmale Eisenleitern nach unten führten – bis in einen feuchten, dumpfen Keller …

Aber – in diesen Schacht konnte man nur von Wogitschs Speisenkammer hineingelangen.