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Page:Die große Null.djvu/5

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[5] weißer Kreide voll! Wenn ich die Bengels mal kriege, dann geht’s ihnen gut! Sie könnten doch eijentlich auch so’n bißchen aufpassen, Herr Schraut!“

„Das werde ich, liebe Mathilde,“ versicherte ich, zumal ich ja selbst schon heute vormittag diese „Kullers“ bemerkt hatte.

Harald legte plötzlich die Zeitung weg.

„Also Kreise waren’s, Mathilde?“ fragte er.

„Nee, so mehr längliche Kreise – so mit Haken oben rechts, wie man so in der Schule ne Null schreiben lernt, Herr Harald.“

„Und wieviel Nullen waren’s?“

„Vier. Eine große, und dann auf den nächsten drei Zaunlatten drei kleine.“

„Das stimmt,“ bestätigte ich ahnungslos. „Ich habe diese Zaunverzierung heute vormittag ebenfalls bemerkt, als ich den Brief an Lord John Gnirable in den Kasten trug.“

„Gut, Mathilde,“ nickte Harst da. „Wir werden uns der Sache annehmen.“

Und die dicke Köchin schob mit dem Scheuerlappen ab, den sie doch offenbar zur Reinigung des Zaunes benutzt hatte.

Kaum hatte sie die Tür hinter sich ins Schloß gezogen, als Harald zu mir sagte:

„Weiß Gott, mein Alter, ich bewundere Dich!“

Das war Ironie – beißende Ironie!

Und er fügte hinzu: „Hast Du denn Schloß Gnir in diesen Tagen schon so vollständig vergessen?! Denkst Du gar nicht mehr daran, daß Lionel Barring seine Verbrechergesellschaft „Die große Null“ getauft hatte, daß er und … drei seiner Vertrauten entkommen sind?! Er und drei … kleine Nullen!! Begreifst Du?! Die Malerei auf dem Zaun kann doch kein Zufall sein. Nein – das ist eine Kampfansage, eine …“

Im Flur hatte die Glocke geschellt.

Und gleichzeitig begann die Standuhr dort rechts an