[54] Gewölk über den Himmel … Regen prasselt, läßt nach …
Der Mond erscheint, verschwindet … Neuer Regenguß.
Unsere Maskenrequisiten haben wir schon vorhin in die Taschen gepfropft … Sind wieder Harst und Schraut … Keine Stromer mehr … Kümmern uns weder um Regen oder Sturm … Haben genug zu sehen … Zwei helle Fenster … Zwei Vorhänge … Schattenbilder … Schatten auf den Vorhängen … Genug zu sehen … übergenug … Auf dem unteren Vorhang (Zimmer der Gräfin) ein Frauenschatten – Frau in einer Schlinge hängend – Frau, erhängt … oder Selbstmörderin … Regungslos hängt der Schatten. Es kann nur die Walküre Anna sein …
Und oben, ein Stockwerk höher, zwei Schatten …
Zwei Männer …
Erst undeutlich – in lebhaftester Bewegung …
Dann klarer die Umrisse …
Kampf dort oben …
Der eine hat den anderen bei der Kehle …
Schwingt mit der Rechten etwas, das ein Schwert sein kann – ein kurzes, breites Schwert.
Ich habe auf Harald nicht geachtet. Ich fahre zusammen.
Ein Schuß dicht neben mir …
Harst … Harsts Clement …
Treffer … Wie immer …
Dort oben taumelt der Mann, der den andern bei der Kehle hatte, zurück – zu Boden … Verschwindet …
Auch der zweite Schatten entgleitet …
Der Vorhang ist leer.
Wir springen in den Garten hinab. Matzka kommt uns entgegen …
„Teufel, was ist denn los?! Sie haben ja geschossen …“
„Ja …, – ins Haus, vorwärts … Halden hat seinen Denkzettel … Ins Haus!“
Der Patentdietrich verschafft uns Zutritt. Wir stehen in der Diele … Unsere Taschenlampen gleißen, strahlen …