[7] verwittertes Haus mit flachem Dach, an dessen Gitterpforte ein großes Messingschild in schwarzen Buchstaben die Aufschrift trägt:
Harst läutete. Nach einer geraumen Weile öffnete sich die Gittertür mit völliger Lautlosigkeit, und vor uns stand – – der Uhu!!
Fraglos der Uhu – der Rentner Giesebrecht! Der Bewohner des kleinen Hinterzimmers der Sanitätsrätin. Er mußte es sein. Tussi hatte ihn uns so genau beschrieben: Brille, Bart, Geiernase – alles stimmte, – auch der schief getragene Kopf …
Der Uhu hatte eine Art Dienerlivree an, verbeugte sich steif … „Bitte … Patienten?“ Seine Stimme klang wie das Krächzen einer hungrigen Winterkrähe.
„Ja …,“ – und Harald betrat den Vorgarten, indem er mich bei der Hand nahm und hinter sich her zog.
So war’s zwischen uns im Auto vereinbart worden …
Ich war der Patient.
Die Komödie begann. – Komödie?! Nein, es wurde die unheimlichste Tragödie, die wir jemals miterlebt hatten.
Die Diele, die gleichzeitig als Wartezimmer diente, war leider noch reichlich besetzt. Acht Patienten – wir waren Nummer neun und zehn. Haldens Praxis mußte glänzend gehen …
Diese Diele war lediglich durch eine altertümliche Ampel beleuchtet, die an einer Kette von der Decke herabhing. Da wir aus dem grellen Sonnenlicht dieses immerhin recht eigenartige